Aikido-Verein Hannover e.V.

Die friedfertige Kampfkunst

Komm mit uns auf den „Weg (DO) der Harmonie (AI) und Lebensenergie (KI)“. Im ältesten und größten Aikido-Verein Niedersachsens: gegründet 1975.

Dojo

Waldorfschule, R.-v.-Bennigsen-Ufer 70, 30173 Hannover

Training

Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag

Monatssbeitrag

13 Euro

Kampfkunst ohne sieger

Was ist Aikido?

Aikido wurde von dem Japaner Morihei Ueshiba begründet, der sein Aikido selbst bis ins hohe Alter ausübte.

Meister Ueshiba entwickelte nach der eigenen Lehre unterschiedlicher Kampfkünste die erste humane Selbstverteidigung. Einen Gegner bei der Abwehr seines Angriffs so zu führen, dass er sich so wenig wie möglich verletzt und ihn dennoch von der Sinnlosigkeit seines Angriffs zu überzeugen, war neu.

Aikido wurde von dem Japaner Morihei Ueshiba begründet, der sein Aikido selbst bis ins hohe Alter ausübte.

Meister Ueshiba entwickelte nach der eigenen Lehre unterschiedlicher Kampfkünste die erste humane Selbstverteidigung. Einen Gegner bei der Abwehr seines Angriffs so zu führen, dass er sich so wenig wie möglich verletzt und ihn dennoch von der Sinnlosigkeit seines Angriffs zu überzeugen, war neu. weiterlesen …

Noch heute gibt es im Aikido keine Wettkämpfe, um diese Haltung zu unterstützen.

Aikido ist aus den Schriftzeichen Ai, Ki und Do zusammengesetzt. Ai (合) bedeutet soviel wie Harmonie, aber auch Verknüpfung, Zusammenführung, Vermischen, Vergleichen und vieles mehr, denn die japanische Sprache ist berüchtigt für ihren Mangel an Präzision.

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Ist Aikido zur Selbstverteidigung geeignet?

Die Techniken, die im Aikido erlernt werden, sind sehr effektiv zur Selbstverteidigung einsetzbar. Es dauert aber länger als bei anderen (z. B. schlagenden) Kampfkünsten, bis die Techniken sicher eingesetzt werden können. Dass aber nicht alle Aikidoka nach dieser Erkenntnis plötzlich den Verein verlassen und beispielsweise westliches Boxen erlernen, beweist, dass wir Aikidoka von unserem Training etwas Besonderes bekommen. Etwas, das über die profane, pragmatische Anwendbarkeit hinausgeht.

Gibt es Wettkämpfe im Aikido?

Der Gründer des Aikido, Morihei Ueshiba, hatte eine sehr strenge Ansicht: Wettkämpfe laufen dem Grundgedanken des Aikido total entgegen. In einer Atmosphäre von Konkurrenz und Wettbewerb kann Aikido sich weder entfalten, noch bringt es die Übenden auf ihrem Weg weiter. Im täglichen Training verbessern sich Angreifer und Werfer kontinuierlich, ohne dass ein Publikum oder ein Schiedsrichter darüber befinden könnte, welcher der beiden nun besser ist. Darüber hinaus steht vor jeder Technik der „Verlierer“ fest. Der Angreifer wird geworfen oder gehebelt, besser oder schlechter, je nach Fortschritt der beiden Schüler.

Gibt es Gürtelprüfungen?

Wer möchte, kann an den regelmäßig in unserem Dojo stattfindenden Prüfungen teilnehmen. Bei uns werden, wie in allen Vereinen, die an den Deutschen Aikido-Bund DAB angeschlossen sind, von den Schülergraden farbige Gürtel getragen. Erreicht man den ersten Meistergrad, trägt man den schwarzen Gurt und zusätzlich den schwarzen Hakama, das ist ein traditioneller japanischer Hosenrock. Auch die Schülergrade werden spätestens ab dem dritten Kyu motiviert, den dann weißen Hakama zu tragen, da er die Bewegungen im Aikido auf natürliche Weise unterstützt.

Wann bekommt man den schwarzen Gürtel?

Viele Aikidoka beginnen ihr Training mit dieser Frage im Hinterkopf. Diese Frage könnte einfach mit Zahlen beantwortet werden. Zwei Jahre oder sechs Jahre … Aber dies zu tun würde zum einen nicht der Tatsache gerecht, dass alle Menschen unterschiedlich sind, und zum anderen spielt die Regelmäßigkeit der Trainingsteilnahme auch eine wichtige Rolle.

Viel schwerer als diese Erwägungen wiegt aber, dass diese Frage einem grundsätzlichen Missverständnis über das Wesen des Aikido entspringt. Do in Aikido bedeutet „der Weg“. Aikido begreift sich als eine Tätigkeit, die einen auf dem (Lebens-)Weg begleitet. Irgendwann beginnt man es zu üben und von da an strebt man nach ständiger Verbesserung seiner selbst. Die Graduierungen (=Gürtelfarben) sind dabei nur Wegmarken. Mit dem Erlangen des Meistergrades (=schwarzer Gürtel) ist die Ausbildung nicht beendet. Im Gegenteil: Erst wenn die Grundlagen und Grundtechniken sicher erlernt wurden, kann man Aikido innovativ und kreativ anwenden und erleben.

Das Training findet immer in der Gegenwart statt. Man verbessert sich stetig und auch oft ohne es selber wahrzunehmen. Da man sich selbst nicht von außen betrachten kann, glaubt man manchmal, es gäbe keinen Fortschritt. Aber das stimmt nicht. In Augenblick des Übens sollte der Spaß an der harmonischen Bewegung der Ansporn sein, nicht der Wunsch nach äußerer Bestätigung durch ein Gremium.

Muss ich Japanisch lernen, um Aikido auszuüben?

Wir verwenden im Training der Tradition folgend die japanischen Begriffe für Hebel, Würfe, Prinzipien und Angriffe. Aber selbst zur ersten Prüfung, die nach etwa einem Jahr stattfindet, muss man diese Begriffe noch nicht kennen; vielmehr schleifen sich diese während des Trainings langsam ein, und nach einem Jahr redet man ganz selbstverständlich davon einen Shiho-Nage Irimi gegen den Angriff Katate-Tori Ai-Hanmi auszuführen.

Aikido-Anfängerkurse im AVH

In einem sechswöchigen Kurs kannst du Aikido kennenlernen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Mindestalter beträgt 10 Jahre, eine Grenze nach oben setzt nur du selbst. Wir erheben eine Teilnahmegebühr von 25 Euro, die bei Vereinsbeitritt angerechnet wird. Mehr …

mal im Jahr

Wochen

Teilnehmer

Die nächsten Starttermine 2019:

23. Oktober 2019* | 17. Februar 2020** | 29. April 2020*

* mittwochs 18–20 Uhr
** montags 18.15–20.15 Uhr

Zertifizierte Übungsleiter

Training in guten Händen

Unsere Übungsleiter haben zusammen über einhundert Jahre Erfahrung im Aikido. Sie besuchen regelmäßig – wie unsere Mitglieder auch – regionale und überregionale Lehrgänge. Wir richten auch selbst Lehrgänge aus.

Alle üben zusammen

Das Kanji (Schriftzeichen) „Ai“ steht für »Harmonie«. So trainieren immer alle gemeinsam: groß/klein, Frau/Mann, Anfänger/ Fortgeschrittene, alt/jung.

Körper, Geist, Energie

„Ki“ steht für die universelle Lebensenergie, die wir durch körperliches Üben stärken und fließen lassen – auch abseits der Matte.

Dein Weg

„Dō“ ist der Weg, auf dem du dich ab dem ersten Trainingstag befindest. Du kommst nie an sein Ende, denn er geht immer weiter.

Tradition und Moderne

Das ist der AVH

Der AVH ist ein Aikido-Verein in Hannover. Wir widmen uns seit über 40 Jahren der Lehre und dem Lernen der hervorragenden Kampfkunst Aikido. Aikido-Pionier Klaus Liermann gründete den Verein 1975. Zunächst fand das Training in Bemerode statt, doch nun trainieren wir schon seit vielen Jahren in der Waldorfschule am Maschsee in der Südstadt. Das Ziel des AVH ist es nicht, das Kämpfen zu unterrichten, sondern Gewalt ins Leere laufen zu lassen, einen Angreifer so führen, dass er die Sinnlosigkeit seiner Gewalt einsieht. Klingt esoterisch? Ist es nicht.

Kann ich mir einmal eine Trainingsstunde bei euch anschauen?

Aber natürlich! Wir freuen uns auf dich, auch wenn wir glauben, dass das Zuschauen manchmal einen etwas falschen Eindruck von den „akrobatischen Fähigkeiten“ der Fortgeschrittenen vermittelt („So etwas kann ich ja nie lernen …!“). Letztlich erschließt sich Aikido nur durch das Tun. Zeit + Ort …

Gibt es im AVH Kurse nur für Frauen?

Nein. Aikido kann von Männern und Frauen gleichermaßen und auf die gleiche Art und Weise erlernt werden. Kraft spielt im Aikido keine Rolle. Auch die Tatsache, dass man sich in einer Selbstverteidungungs-Situation seinen Angreifer nicht aussuchen kann, bestärkt uns darin, keine Trennung zwischen Männer- und Frauentraining vorzunehmen.

Ich sehe hier Bilder mit Holzschwertern: trainiert Ihr denn mit Waffen?

Wir setzen regelmäßig die Übungswaffen Bokken (Holzschwert), Tanto (Holzmesser) und Jo (Holzstab) ein, um auch die Abwehr von Waffenangriffen zu lernen. Viele Bewegungen des Aikido hat O-Sensei Ueshiba aus ursprünglichen Schwertkampftechniken entwickelt. Gerade das Üben mit dem Bokken lässt diese Ursprünge daher sehr gut erfahren und manche Technik besser verstehen. Mit bestimmten rhythmischen Schlagübungen schulen wir darüberhinaus unsere Atemtechnik.

Aber auch mit den Übungswaffen „kämpfen“ wir niemals gegeneinander.

Wie werde ich Mitglied im AVH?

Am besten absolvierst du zunächst einen unserer Anfängerkurse, um zu erfahren, ob Aikido dein Weg wird. Anmeldeformulare händigen dir unsere Trainerinnen und Trainer aus. Der Einstieg ins laufende Training ohne Anfängerkurs ist ebenfalls möglich, aber vielleicht in den ersten Wochen etwas mühsamer. Besitzt du schon Aikidoerfahrung, empfehlen wir trotzdem, einige Male probehalber am Training teilzunehmen.

Aikido-Pionier Klaus Liermann gründete 1975 den AVH als einen der ersten Aikidovereine Deutschlands und ist heute unser Ehrenvorsitzender.

Beiträge

Das kostet die Mitgliedschaft im AVH

Als eingetragener Verein (e.V.) machen wir keine Gewinne, Vorstand und Trainer arbeiten ehrenamtlich. Deshalb können unsere Mitgliedsbeiträge so günstig sein:

  • Aktive Mitglieder bis 15 Jahre: 90 Euro/Jahr.
  • Aktive Mitglieder ab 16 Jahre: 156 Euro/Jahr.
  • Familienbeitrag (ab zwei Personen): 312 Euro/Jahr
  • Passive Mitglieder: 25 Euro/Jahr

Die Aufnahmegebühr beträgt einmalig 25 Euro.

Beitragsübersicht zum Download …

Raum & Zeit

Wann wir wo trainieren

Wir freuen uns seit vielen Jahren in der Waldorfschule an Hannovers Maschsee zu Gast sein zu dürfen: Rudolf-v.-Bennigsen-Ufer 70, 30173 Hannover.

 

Unsere Trainingszeiten

  • Montag 18.15–20.15 Uhr
  • Mittwoch 18–20 Uhr
  • Donnerstag 18.15–20.15 Uhr
  • Freitag 20–22 Uhr
  • Sonntag 10.30–12.30 Uhr (2x im Monat)

„In unserer Kunst des Friedens greifen wir niemals an. Ein Angriff ist nur ein Zeichen dafür, dass sich jemand nicht unter Kontrolle hat. Aikido ist keine Technik, um einen Gegner zu bekämpfen oder ihn zu unterwerfen. Aikido ist der Weg, der die Welt versöhnt und alle Menschen zu einer Familie macht.“

— O-Sensei Morihei Ueshiba

Aus unserem Dō-Blog:

Erfolgreiche Dan-Prüfung

Am Samstag, den 12. Oktober haben unsere beiden Vereinsmitglieder Wolfgang und Frank ihre Prüfungen zum 1. und 2. Dan bestanden. Wir gratulieren aufs Allerherzlichste! Weiter so!

O-Sensei Morihei Ueshiba – Ein Leben in Karten

In einem vorherigen Blog-Eintrag hatte ich behauptet, dass O-Senseis Leben einer Pilgerreise ähnelte. Das hat mich auf den Gedanken gebracht, die Stationen seines Lebens einmal auf Google-Maps nachzuvollziehen. Hier also die wichtigsten Stationen in seinem Leben und...

Miniserie Buchbesprechung: „Budo“ von Morihei Ueshiba

Buchbesprechung des Trainingshandbuchs ‚Budo‘, das O-Sensei Morihei Ueshiba 1938 für seine Schüler schrieb.

Regeln beim Besuch des Hombu-Dojo

Wie man sich als Aikidoka am Ursprungsort unserer Kampfkunst verhält – gar nicht soviel anders als in allen Dojos der Welt …

Frühjahrsputz

Die neue Website des AVH ist online. Ein kurzer Text zur Geschichte des AVH-Webs.

Wie alles begann – die AVH-Chronik

1975 gründete Meister Klaus Liermann unseren AVH. Hier erzählt er von den Anfängen.

Sechs harmonische Regeln

Das Verhalten im Aikido-Dojo ist von gegenseitigem Respekt geprägt. 6 einfache Regeln für unser Miteinander.

Miniserie Buchbesprechung: „Aikido“ von Koichi Tohei

Koichi Tohei war der wohl einflussreichste Schüler O-Senseis. Sein 1966 auf englisch erschienenes Buch (Original v. 1961) stellt Stefan euch hier vor.

Miniserie Buchbesprechung: „Aikido“ von Rolf Brand

Rolf Brandts Standardwerk war eines der ersten umfänglichen Aikido-Lehrbücher auf deutsch. Buchbesprechung von Stefan.

Miniserie Buchbesprechung: „Aikido“ von Gerd Wischnewski

Gerd Wischnewski ist DER Aikido-Pionier Deutschlands. Schon 1965 unterrichtete er Aikido und Kendo. Buchbesprechung von Stefan.

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Kein Grund zu zögern

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